Markus Oberauer - Allg. beeideter und gesetzlich zertifizierter Sachverständiger für Heizanlagen
Lüftung - Solar - Heizung - Sanitär
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gerichtlich zertifizierter Sachverständiger

Energieträgerwahl

Bei der Wahl des Energieträgers ist grundsätzlich zu beachten, welches System das passende ist bzw. Ihrem Wunsch am besten entspricht.
Folgende Beschreibung erfolgt ohne Bewertung.

Beispielsweise passen Solaranlagen, Wärmepumpen oder Brennwertkessel ideal zu Niedertemperaturheizungen (Wand- oder Fußbodenheizungen). Bei Solaranlagen, Scheitholz- oder Pelletsheizungen benötigt man eine entsprechende Lagermöglichkeit. Es hängt also von vielen Faktoren ab, welches Heizungssystem bzw. welcher Energieträger für das jeweilige Objekt am geeignetsten ist. Wichtig: Betrachten Sie die Kosten über die ganze Lebensdauer eines Heizkessels (ca. 20 Jahre)! Höhere Anfangsinvestitionskosten können über die Jahre z.B. durch einen geringeren Brennstoffverbrauch mehr als ausgeglichen werden.

 

Erdgasheizung

Heizen mit Erdgas hat in den vergangenen Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen. Gasheizungen verfügen über einen hohen Bedienungskomfort und benötigen keinen Lagerraum.
Allerdings ist Gas ein fossiler und leitungsgebundener Energieträger, d.h. es kommt nur für jene Gas in Frage, in deren Nähe sich eine Gasleitung befindet (es sei denn, man entscheidet sich für die Variante Flüssiggas). Außerdem müssen in jedem Fall die vom Netzbetreiber in Rechnung gestellten Netztarife bezahlt werden, auch wenn sich der Gaskunde für einen billigeren alternativen Lieferanten entscheidet. Die Gaspreise orientieren sich relativ stark an der Entwicklung der Ölpreise. Ein Gasbrennwertgerät ist die fortschrittlichste Technologie. Damit können im Vergleich zu einem herkömmlichen Gerät über 10 Prozent (im Optimalfall bis zu 16 Prozent) Heizkosten eingespart werden. Bei der Brennwerttechnik wird die in den Abgasen enthaltene Energie wieder zur Energieerzeugung genutzt.

 

Ölheizung

Die Besitzer von Ölheizungen mussten in der jüngeren Vergangenheit starke Ölpreisschwankungen in Kauf nehmen. Öl wird nur zu einem sehr geringen Teil in Österreich gefördert, d.h. man ist von den Entwicklungen auf den Weltmärkten abhängig.

Die Hochtemperaturkessel, oft auch Standardkessel genannt, wurden inzwischen in der Entwicklung durch Niedertemperaturkessel und Ölbrennwerttechnik abgelöst. Bei der Brennwerttechnik wird die im Abgas enthaltene Energie zur Wärmeerzeugung genutzt. Verglichen mit einem Niedertemperaturkessel lassen sich durch ein Brennwertgerät ca. 6 Prozent Heizöl einsparen.

 

Heizen mit Holz

Holzheizungen haben einen großen Aufschwung hinter sich. Und Sie gelten als CO2-neutral, d.h. es wird bei der Verbrennung nicht mehr CO2 emittiert, als durch die Bäume gebunden wird. Holz kann als Stückholz, in Form von kleinen Presslingen (Pellets) und als Hackschnitzel verwendet werden.

Die Holzkessel haben sich technologisch stark weiterentwickelt. So sind für die Nutzung von Scheitholzen inzwischen Holzvergaserkessel im Einsatz, die gegenüber den konventionellen Kesseln zu einer besseren Energieausnutzung sowie zu einer erheblichen Schadstoff- und Rückstandreduzierung führen. Diese Kessel arbeiten am besten im Volllastbetrieb, die Werte verschlechtern sich entsprechend im Teillastbetrieb. Um auch in Zeiten geringeren Wärmebedarfs auf Volllast fahren zu können, empfiehlt sich ein Pufferspeicher. Wer sich für einen Holzvergaserkessel entscheidet, sollte bedenken, dass eine Lagermöglichkeit vorhanden sein muss und dass die Holzscheite weiterhin händisch nachgelegt werden müssen (wenngleich auch nur mehr viel seltener als bei alten Kesseln). Ein Holzvergaserkessel in Kombination mit einem Pufferspeicher kommt teurer als z.B. ein Ölkessel. Der Brennstoff Holz ist allerdings verhältnismäßig günstig. Zu beachten ist, dass der Heizwert des Holzes von der Dichte und vom Wassergehalt des Holzes abhängt.

 

Pelletsheizung

Pelletsheizungen haben in den letzten Jahren dank erhöhter Nachfrage deutlich zugenommen. Pellets sind unter hohem Druck verdichtete Holzabfälle. Diese Stäbchen sind homogen und ca. 0,5 bis 3 cm lang. Sie werden entweder in Säcken geliefert oder per LKW über einen Schlauch in das Vorratslager eingeblasen. D.h. Sie benötigen einen entsprechenden trockenen Lagerraum. Es werden aber schon Sacksilos zur Lagerung der Pellets angeboten. Über ein Fördersystem werden dann vom Lagerraum bzw. vom Sacksilo genau so viele Pellets zum Kessel geliefert, wie gerade benötigt werden. Die vollautomatisch arbeitenden Kessel garantieren höchsten Bedienkomfort. Bei innovativen Kesseln funktioniert nämlich die Reinigung automatisch.

 

Hackschnitzel

Unter Hackschnitzel versteht man maschinell zerkleinertes Holz. Hackschnitzelheizungen eignen sich speziell für gemeinsame Nahwärmeanlagen.

 

Solarheizung

Die Warmwasserbereitung mittels Solaranlagen hat in Österreich eine lange Tradition, nicht zuletzt wegen der Selbstbaugruppen. Aber eine Solaranlage kann auch zum Heizen in den so genannten Übergangsperioden verwendet werden, man spricht dann von einer teilsolaren Raumheizung.

Wer denkt, dass Solarenergie nur an sonnigen Tagen zur Verfügung steht, der irrt. Solaranlagen können auch an bewölkten Tagen Sonnenstrahlung in Wärme umwandeln. Solaranlagen haben unschlagbare Vorteile: Man hat keine Brennstoffkosten und ist von Weltmarktschwankungen wie z. B.bei Öl oder Gas unabhängig. Und Solarenergie ist umweltfreundlich.

Wenn Sie die Solarenergie neben der Brauchwassererwärmung zur Raumheizung verwenden wollen, müssen Sie aber einiges berücksichtigen. Das Objekt muss gut wärmegedämmt sein, die Solaranlage muss größer dimensioniert sein und der Neigungswinkel des Daches zwischen 50 und 90 Grad liegen. Und es muss ein zweiter Speicher vorhanden sein. Außerdem müssen Sie über ein Niedertemperaturheizsystem verfügen.

 

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe holt Ihnen die Kraft der Sonne in Ihr Heim. Sie nutzt die in der Umwelt gespeicherte Sonnenenergie. Je nachdem, aus welchem Umgebungsmedium die Energie bezogen wird, spricht man von Luft/Wasser-, Wasser/Wasser-, oder Erde/Wasser-Wärmepumpe.
Die Wärmepumpe kommt vor allem in Niedrigenergiehäusern mit einem Niedertemperatursystem zum Einsatz. Am Anfang fallen relativ hohe Investitionskosten an, dafür sind die Betriebskosten in weiterer Folge verhältnismäßig gering. Es fallen lediglich die Stromkosten für die Wärmepumpe an. Gute Anlagen erreichen eine Arbeitszahl von 4, d.h. sie benötigen 1 kWh Strom, um daraus 4 kWh Wärmeenergie zu erzeugen.

Es gibt speziell für Solarenergie, Wärmepumpen und Biowärme ausgebildete Installateure. Diese garantieren Ihnen höchste Qualität. Erkundigen Sie sich, ob und in welchem Ausmaß die Installation einzelner Heizsysteme in Ihrem Bundesland gefördert wird. Einzelne Stromversorgungsunternehmen bieten Wärmepumpentarife an.

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