Markus Oberauer - Allg. beeideter und gesetzlich zertifizierter Sachverständiger für Heizanlagen
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HEIZUNGSWASSERAUFBEREITUNG: GUTER SCHUTZ VOR KALK UND ROST

Einwandfreies Heizungswasser ist für den störungsfreien Betrieb und eine lange Lebensdauer der Anlage unerlässlich. Das Verhindern von Schäden durch Korrosion und Steinbildung in geschlossenen Warmwasser-Heizungsanlagen wird in der ÖNORM H 5195-1 geregelt.

 

Das Problem

Die Heizkörper oder die Fußbodenheizung wird nicht mehr so warm wie früher?
Der Gas- oder Ölverbrauch steigt ohne ersichtlichen Grund?

 

Die Ursache

Weil sich das Heizungswasser innerhalb eines geschlossenen Kreislaufs bewegt, bleiben alle im System befindlichen Verunreinigungen in der Anlage und können auf ihrem Weg durch Leitungen und Geräte, besonders bei den beweglichen Teilen der Anlage (wie Mischer, Ventile oder Pumpe) erhebliche Schäden anrichten. Etwa Schlammbildung oder Kalkablagerungen, die regelrecht zu Stein verhärten: Sie verengen die Leitungen und verhindern dadurch den freien Durchfluss. Außerdem: Rost – er greift das Material direkt an und macht es porös, die aus den Leitungen gelösten Metallpartikel schwimmen dann ebenfalls im Heizwasser.

 

Die Prognose

  • Die Lebensdauer der Anlage verkürzt sich erheblich
  • Der Heizenergiebedarf erhöht sich merklich
  • Der Gesetzgeber befreit den Hersteller der Anlage bzw. der Einzelkomponenten von der Garantie
  • Die Haushaltsversicherung übernimmt weder Reparaturkosten noch die Kosten von Sanierungsmaßnahmen durch Folgeschäden – und bekommt damit im Streitfall oft Recht, da die ÖNORM meist als rechtsverbindlich angesehen wird

 

Die Fakten

Mit der ÖNORM-gerechten Aufbereitung des Heizungswassers bewegen sich Anlagenbesitzer und -benutzer gleich mehrfach auf der sicheren Seite. Der Betreiber kann zwar auf die Durchführung und Kontrolle (auch auf einzelne Maßnahmen) der Heizungswasseraufbereitung verzichten – damit entfällt jedoch die Garantie der Anlage lt. ÖNÖRM.
Das Heizwasser darf nicht in Eigenregie, sondern muss immer vom konzessionierten Fachbetrieb aufbereitet werden, damit die Richtlinien der ÖNORM erfüllt sind.

 

Die Methode

Analyse & Diagnose. Das Wasser aus der Anlage wird genau auf seine chemischen Eigenschaften und alle enthaltenen Schad- und Schwebstoffe hin untersucht. Gemeinsam mit der Augenschein-Diagnose der einzelnen Anlagenkomponenten wird so die Ursache für bereits bestehende oder drohende Schäden ermittelt (Schlamm-, Stein- oder Rostbildung – besonders an den beweglichen Teilen, wie Pumpe, Mischer oder Ventilen, aber auch in den Rohren oder im Brenner).
Reinigung & Vorbeugung. Zuerst müssen alle Bestandteile der Heizungsanlage gründlich von vorhandenen Verschmutzungen befreit werden. Danach wird – je nach Ergebnis der Wasseruntersuchung – mit exakt für dieses System aufbereitetem Wasser durchgespült und die Anlage neu befüllt. Durch spezielle Zusätze (so genannte Inhibitoren) im Heizungswasser und durch den Einbau besonderer Filter wird die Ursache der Verschmutzung auch in Zukunft bekämpft.

 

Die Lösung

Bei der Neuinstallation von Heizungsanlagen ist die ÖNORM-gerechte Aufbereitung des Heizungswassers längst praktizierter Stand der Technik. Hier wird bereits bei der Planung der Heizanlage auf die Heizwasseraufbereitung geachtet – zum Beispiel durch die Verwendung normgerechter Rohrmaterialien, Geräte oder Armaturen.
Aber gerade bei bestehenden Anlagen ist die Empfehlung des Gesetzgebers zur regelmäßigen Wartung besonders sinnvoll, wenn auch ungleich komplizierter als bei Neuanlagen. So ist etwa die Verwendung eines Heizungswasser-Schutzfilters bei Altanlagen zwingend notwendig und im Rücklauf entsprechend einzubauen. Nur so können die Ablagerungen, die sich im Laufe der Zeit im System angesammelt haben (und auch durch eine Spülung nicht vollständig zu beseitigen sind), effektiv ausgefiltert werden.

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