Markus Oberauer - Allg. beeideter und gesetzlich zertifizierter Sachverständiger für Heizanlagen
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Mit regelmäßiger Kontrolle der Solaranlage zu mehr Ertrag

Selbst-Check der Solaranlage im Frühling: Ein paar Handgriffe und ein wenig Aufmerksamkeit reichen oft aus, um den Ertrag der Solaranlage zu steigern.

Neben der regelmäßigen Überprüfung durch einen Fachbetrieb – alle 2 bis maximal 5 Jahre –, kann der Anlagenbetreiber selbst durch einige einfache Beobachtungen erkennen, ob die Anlage fehlerfrei läuft. Das sichert einerseits maximalen Energieertrag und andererseits geringe Energiekosten. Mit dem Frühling bietet sich die ideale Jahreszeit für diese Überprüfung.

 

Aufmerksamkeit zahlt sich aus

Warum sich dieser Aufwand lohnt? Mangelhafte Solaranlagen werden oft jahrelang nicht erkannt, weil ein Nachheizsystem – beispielsweise der Kessel oder die Elektropatrone im Speicher – automatisch einspringt, wenn der solare Ertrag nicht ausreicht. So wird sichergestellt, dass auch bei einer fehlerhaften Solaranlage weiterhin Warmwasser bereitgestellt wird. Wie jede und jeder Solaranlagen-BetreiberIn aktiv werden kann? Schlader gibt acht einfache Tipps zur Überprüfung des eigenen Sonnenkraftwerks.

 

Acht einfache Tipps für die eigene Prüfung der Anlage

  • Temperatur während des Betriebs beobachten: Der Temperaturunterschied zwischen Vor- und Rücklauf sollte zwischen 8°C und 20°C liegen. Je geringer die Temperatur im Speicher, desto geringer ist auch die Kollektortemperatur. Und: die eingestellte Boilertemperatur sollte höchstens bei 60 °C liegen. Höher eingestellte Temperaturen belasten die Nachheizsysteme unnötig.
  • Anlagendruck beobachten: Je nach Temperatur schwankt der Anlagendruck. Der vom Installateur angegebene Druck auf dem Ausgleichsgefäß sollte bei einer kalten Anlage höchstens um 0,5 bar unterschritten werden. Die meisten Anlagen arbeiten zwischen 2 und 5 bar.
  • Nachheizung abschalten: Das Abschalten der Nachheizung (Elektroheizung im Boiler oder Heizkessel) im Sommer verhindert unnötiges Aufheizen und lässt einen Ausfall der Anlage sofort erkennen.
  • Ein- und Ausschaltpunkte beobachten: Je nach Einstellung der Steuerung und Platzierung der Fühler besteht bei geringer Sonneneinstrahlung die Gefahr, dass die Anlage öfter nur kurz einschaltet. Bei ungünstigen Bedingungen kann dem Speicher dadurch sogar Wärme entzogen werden und über die Kollektoren am Dach „wegkühlen“. Dann ist der Fachmann gefragt.
  • Rohrdämmungen und Kollektor überprüfen: Der Kollektor kann bei einem Wetterumschwung beschlagen, was aber nicht mehrere Tage dauern soll. Feuchtigkeitspuren am Unterdach oder am Kollektorglas deuten auf undichte Stellen. Die Leitungen sollen ausreichend gedämmt sein, die Dämmung intakt und vollständig. Besonders außenliegende Solarleitungen (z.B. am Flachdach) sind oftmals bereits nach einem Sommer durch UV-Einstrahlung und Vogelbiss massiv geschädigt.
  • Fehlzirkulation: Wenn die Kollektortemperatur nachts über der Außentemperatur liegt, wird der Kollektor vermutlich durch Fehlzirkulation aufgeheizt. In diesem Fall sind die Rückschlagventile durch den Fachmann prüfen.
  • Wärmemengenzähler nachrüsten falls nicht vorhanden: Wärmemengenzähler regelmäßig ablesen: Mindestens jährlich, am besten monatlich - und mit den Erträgen vergangener Jahre vergleichen. Dazu reicht schon ein Blatt Papier neben der Solarpumpe. Je nach Gebäude und Nutzung bringt eine Solaranlage jährlich zwischen 300 und 400 kWh/m² Kollektorfläche.Dann ist sie im grünen Bereich. Ansonsten ist der Fachmann gefordert.
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