Markus Oberauer - Allg. beeideter und gesetzlich zertifizierter Sachverständiger für Heizanlagen
Lüftung - Solar - Heizung - Sanitär
Hotline Hotline+43 (0)664 151 99 66Allgemein beeideter und
gerichtlich zertifizierter Sachverständiger

Heizung und Warmwasser

Tipps für die Wärmeerzeugung

  • Überdimensionierung vermeiden.
    Die Kesseldimensionierung wirkt sich stark auf den Jahresnutzungsgrad aus – ganz besonders wenn die Vorlauftemperatur witterungsgeführt ist. Die meiste Zeit der Heizperiode arbeitet die Heizung im Teillast-Bereich. Wenn die Brennerleistung nun geringer ist, bedeutet das längere Laufzeiten des Brenners und damit einher gehend weniger Brennerstarts. Dadurch verkürzen sich die Stillstandszeiten und die damit verbundenen Bereitschaftsverluste. Gleichzeitig wirkt sich die Verringerung der Brennerstarts positiv auf die Emissionen aus.
    In Einfamilienhäusern sind die Kessel oft stark überdimensioniert. Durch verbesserte Wärmedämmung wird der max. Heizwärmebedarf immer geringer. Allerdings steigt der Bedarf an Warmwasser. Wenn eine Brauchwasservorrangschaltung integriert ist, wird eine wesentlich höhere Leistung benötigt, um die Vorrangzeit kurz zu halten. Kessel mit kleinerer Leistung haben eine längere Aufheizzeit. Die tägliche Nachtabsenkung ist daher kürzer zu wählen, was bedeutet, dass die Heizung am Morgen früher hochfahren muss.
  • Totalabschaltung in Übergangszeiten.
    In der Übergangszeit können auch kurzfristige Totalabschaltungen überlegt werden, wenn nicht wirklich Heizwärme benötigt wird.
  • Flache Heizkurve wählen.
    Bei der Heizungsregelung kann man zwischen verschiedenen Heizkurven wählen. Diese bestimmt, wie hoch der Kessel bei einer bestimmten Außentemperatur heizt. In der Regel wird eine steile Heizkurve gewählt. Dadurch werden Wärmeüberschüsse produziert, die sich wiederum negativ auf die Heizenergiekostenrechnung niederschlagen. Wer sich für eine flache Heizkurve, d.h. eine geringe Kesseltemperatur, entscheidet, spart entsprechend Energie.
  • Sparen mit Brennwerttechnik.
    Brennwertkessel mit einem modulierenden Brenner sorgen für eine besonders hohe Effizienz. Mit Brennwertkesseln erreicht man im Vergleich zu den derzeit gängigen Niedertemperaturkesseln eine um bis zu 11% bessere Brennstoffausnutzung, weil die frei werdende Kondensationswärme zur Beheizung genutzt wird. In der Regel sind bei der Brennwertnutzung jedoch vorher Veränderungen am Rauchfang vorzunehmen, weil spezielle feuchtigkeitsunempfindliche Abgasleitungen benötigt werden. Da das entstehende Kondensat sauer ist, ist es unter Umständen notwendig, dieses vor der Einleitung in das Abwassersystem zu neutralisieren.
  • Hydraulischer Abgleich verringert den Pumpstrombedarf.
    In hydraulischen Netzen hat jeder Kreis seinen eigenen Widerstand. Durch diesen Widerstand wird die Durchströmung bestimmt. Beim hydraulischen Abgleich wird für eine korrekte Verteilung der Wassermengen gesorgt. Bei fehlendem hydraulischen Ausgleich kommt es zu ungleichmäßiger Durchströmung einzelner Heizkreise, zu Strömungsgeräuschen und einem erhöhten Pumpstrombedarf.

 

Tipps für Wärmeverteilung

10% Ersparnis durch optimierte Wärmeverteilung

  • Kurze Leitungswege
  • Leitungen innerhalb der gedämmten Gebäudehülle führen.
  • Hydraulischen Abgleich sicherstellen.
  • Heizkörper an den Dämmstandard des Gebäudes anpassen.
  • Bei Niedrigenergiehäusern reaktionsschnelle Heizkörper mit geringem Wasserinhalt wählen (Heizplatte, Konvektor).
  • Die Rohrleitungen müssen wärmegedämmt sein. Die Dämmschalen müssen lückenlos verlegt sein und eng an den Rohren anliegen. Auf eine Dämmung von Schellen, Armaturen und Bögen darf nicht vergessen werden.
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